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Das B2B Sales Playbook: Vom Bauchgefühl zur Skalierung

29.12.2025
Arnold Freissling
3
Minuten
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
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Sales Playbooks für Wiener KMUs: Vom Bauchgefühl zur Skalierung

Hand aufs Herz: Wenn Ihr bester Vertriebsmitarbeiter morgen kündigt – nimmt er dann seinen Erfolg mit? In vielen Wiener Klein- und Mittelunternehmen (KMUs) lautet die unbequeme Antwort: Ja. Das Wissen darüber, wie man einen zögerlichen Kunden überzeugt oder wie genau das Angebot strukturiert sein muss, damit es unterschrieben wird, liegt oft nur im Kopf einzelner "Top-Performer". Das ist keine Strategie, das ist ein Risiko.

In der Wiener Geschäftswelt verlassen wir uns gerne auf den berühmten "Schmäh" und das individuelle Talent. Doch Talent lässt sich nicht skalieren. Ein Prozess schon. Genau hier kommt das Sales Playbook ins Spiel – das wohl am meisten unterschätzte Werkzeug für nachhaltiges Wachstum im österreichischen B2B-Sektor.

Wichtige Erkenntnisse dieses Beitrags:

  • Warum "Bauchgefühl" im Vertrieb ab 5 Mitarbeitern zur Wachstumsbremse wird.
  • Was ein Sales Playbook von einem einfachen Leitfaden unterscheidet.
  • Die 4 unverzichtbaren Säulen für Ihr Unternehmens-Playbook.
  • Wie Sie das "Herrschaftswissen" einzelner Verkäufer demokratisieren.
  • Warum ein CRM ohne Playbook nur ein digitales Telefonbuch ist.

Das Ende des "Einsamen Wolfs" im Wiener Vertrieb

Jahrelang galt im österreichischen Vertrieb das Gesetz des Stärkeren. Wer gut verkaufen konnte, durfte machen, was er wollte. CRM-Pflege? Optional. Reporting? Zeitverschwendung. Das Ergebnis sind Vertriebsorganisationen, die eher wie eine Ansammlung von Freelancern wirken als wie eine schlagkräftige Einheit. Solange die Umsätze stimmen, schaut die Geschäftsführung weg.

Aber was passiert, wenn der Markt dreht? Wenn "Schmäh führen" nicht mehr reicht, weil die Budgets der Kunden strenger geprüft werden? Dann zeigt sich die Fragilität dieses Systems. Ohne ein definiertes System ist Ihr Erfolg Zufall. Und Zufall ist keine Basis für unternehmerische Planung.

Ein Sales Playbook ist mehr als eine Sammlung von Skripten. Es ist die kodifizierte DNA Ihres Vertriebserfolgs. Es ist das Handbuch, das sicherstellt, dass jeder im Team – vom Junior bis zum Senior – auf demselben hohen Niveau agiert. Es transformiert implizites Wissen ("Ich hab da so ein Gefühl...") in explizite Strategie ("In dieser Phase stellen wir folgende drei Fragen...").


Was gehört in ein Sales Playbook für den österreichischen Mittelstand?

Viele Unternehmen scheuen den Aufwand, ein Playbook zu erstellen, weil sie glauben, es müsse ein 200-seitiges akademisches Werk sein. Falsch. Ein gutes Playbook muss vor allem eines sein: anwendbar. Es muss auf dem Schreibtisch liegen (oder im zweiten Tab offen sein), während telefoniert wird.

1. Die glasklare Positionierung (Messaging)

In Wien neigen wir dazu, um den heißen Brei zu reden. Ihr Playbook muss definieren: Welches Problem lösen wir wirklich? Nicht "Wir verkaufen Software", sondern "Wir reduzieren den administrativen Aufwand um 30%". Hier werden die effektiven Sales-Pitches festgehalten, die in der Praxis funktionieren, nicht die, die das Marketing sich am Reißbrett ausgedacht hat.

2. Der definierte Prozess (Stages & Exit-Kriterien)

Wann ist ein Lead ein Lead? Wann wandert er in die Angebotsphase? Ohne klare Definitionen ist Ihre Pipeline eine Illusion. Im Playbook steht schwarz auf weiß: "Ein Deal darf erst in die Phase 'Verhandlung' geschoben werden, wenn der Entscheider bestätigt und das Budget freigegeben ist." Das beendet die "Hoffnungs-Pipeline", die wir so oft in unseren Analysen sehen.

3. Einwandbehandlung "The Viennese Way"

Ein "Schauen wir mal" oder "Da muss ich erst intern fragen" ist in Österreich oft eine höfliche Absage. Ihr Playbook muss genau diese kulturellen Nuancen abbilden. Wie reagiert Ihr Team auf den klassischen Preisdruck? Wie geht man mit der österreichischen Konfliktscheue um? Sammeln Sie die besten Antworten Ihrer Top-Verkäufer und machen Sie diese für alle zugänglich. Das ist gelebter Wissenstransfer.

4. Tools und Technologie

Wie nutzen wir das CRM? Wo werden Notizen eingetragen? Ein Playbook ist auch die Bedienungsanleitung für Ihre Infrastruktur. Wenn wir Unternehmen beraten, sehen wir oft teure CRM-Lizenzen, die nur zu 10% genutzt werden. Das Playbook diktiert den Prozess, das Tool unterstützt ihn – nicht umgekehrt.


Warum Skalierung ohne Playbook scheitert

Stellen Sie sich vor, Sie wollen zwei neue Vertriebsmitarbeiter einstellen. Ohne Playbook dauert das Onboarding Monate. Die Neuen müssen durch "Mitlaufen" und "Abschauen" lernen. Das ist ineffizient und teuer. Mit einem Playbook verkürzen Sie die Ramp-up-Time (die Zeit bis zum ersten vollen Umsatz) drastisch.

Sie geben dem neuen Mitarbeiter quasi das Erfolgsrezept in die Hand: "Hier ist unser Zielkunde, so sprechen wir ihn an, das sind die typischen Einwände, und so führen wir ihn zum Abschluss." Plötzlich wird Wachstum planbar. Sie können neue Mitarbeiter einstellen und wissen relativ genau, wann diese produktiv werden.

Besonders wenn Sie über eine Expansion nachdenken oder Ihr Team vergrößern wollen, ist dieses Dokument Ihre Lebensversicherung gegen Chaos. Schauen Sie sich an, was unsere erfolgreichen Kunden berichten – oft war die Strukturierung des Prozesses der entscheidende Hebel für den Durchbruch.


Die Erstellung: Ein lebendes Dokument

Ein Fehler, den Sie vermeiden müssen: Das Playbook ist kein Gesetzestext, der in Stein gemeißelt ist. Der Markt ändert sich, Einwände ändern sich. Ein Playbook sollte "agil" sein. Wir empfehlen, es vierteljährlich zu reviewen. Fragen Sie Ihr Team: "Welcher Einwand kommt gerade häufig? Welcher Pitch funktioniert nicht mehr?"

In unserer 28-jährigen Vertriebserfahrung haben wir gelernt, dass die Akzeptanz des Playbooks entscheidend ist. Erstellen Sie es nicht im stillen Kämmerlein. Holen Sie Ihre Vertriebler mit ins Boot. Wenn die Mitarbeiter merken, dass dieses Buch ihnen hilft, schneller Provision zu verdienen, werden sie es lieben. Wenn es sich wie ein Kontrollinstrument anfühlt, werden sie es ignorieren.


Fazit: Struktur schlägt Talent – auf Dauer immer

Verstehen Sie mich nicht falsch: Talentierte Verkäufer sind Gold wert. Aber ein mittelmäßiger Verkäufer mit einem exzellenten Playbook wird langfristig einen talentierten Verkäufer ohne Plan schlagen. Warum? Weil er konsistente Ergebnisse liefert.

Für Wiener KMUs, die im harten Wettbewerb stehen, ist die Professionalisierung des Vertriebs der nächste logische Schritt. Weg vom reinen Beziehungsvertrieb ("Der kennt mich eh"), hin zum prozessgesteuerten Erfolgsmodell. Das Sales Playbook ist Ihr Fundament dafür.

Wollen Sie herausfinden, ob Ihre aktuelle Vertriebsstrategie skalierfähig ist? Lassen Sie uns das gemeinsam analysieren. In einem kurzen Audit prüfen wir Ihre Prozesse auf Herz und Nieren. Nutzen Sie die Chance für ein unverbindliches Erstgespräch und lassen Sie uns Ihr individuelles Erfolgs-Playbook skizzieren.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange dauert die Erstellung eines Sales Playbooks?
Das hängt von der Komplexität Ihres Vertriebszyklus ab. In der Regel kann eine erste, solide Version innerhalb von 4 bis 6 Wochen erstellt werden, wenn man fokussiert daran arbeitet und bestehendes Wissen effizient bündelt.

Brauche ich für ein Playbook ein spezielles Software-Tool?
Nein, nicht zwingend. Für den Anfang reicht ein gut strukturiertes PDF oder ein geteiltes Notion-Dokument. Wichtiger als das Format ist der Inhalt und die Zugänglichkeit für das Team.

Ist ein Playbook nicht zu starr für den individuellen Vertrieb in Wien?
Ein gutes Playbook gibt den Rahmen vor, nicht den Wortlaut jedes Satzes. Es ist wie beim Jazz: Die Struktur und die Tonart sind festgelegt, aber innerhalb dieses Rahmens darf und soll improvisiert werden. Struktur gibt Sicherheit für mehr Kreativität.

Wer sollte das Playbook schreiben?
Ideal ist eine Kombination aus Vertriebsleitung (Strategie), den besten Verkäufern (Praxisinhalte) und Marketing (Materialien). Oft hilft ein externer Blick, um "Betriebsblindheit" zu vermeiden und Strukturen zu hinterfragen.

Wie oft sollte das Playbook aktualisiert werden?
Mindestens einmal pro Quartal sollte ein Review stattfinden. Bei großen Marktveränderungen oder neuen Produktlaunches natürlich sofort.

Arnold Freissling
Unternehmensberater und Vertriebsexperte mit 28 Jahren Erfahrung in internationalen Konzernen und dynamischen KMUs. Spezialisiert auf Neukundengewinnung, nachhaltige Umsatzsteigerung und systematische Vertriebsoptimierung.
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